Eben habe ich dieses dicke Buch / Ebook beendet. Knapp 800 Seiten. Ein Buch, das mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde. Ob zurecht, kann ich nicht beurteilen, dafür kenne ich Susan Sontag zu wenig. Ich bin letztes Jahr in einer neuen Biographie über Thomas Mann auf sie aufmerksam geworden. Sie lebte in ihrer Jugend in Los Angeles und auch der Nobelpreisträger Thomas Mann lebte zu der Zeit dort, was sie auf die Idee brachte, ihn zu besuchen. Diese Geschichte las ich immer wieder, wenn ich über Susan Sontag las. Der Reclam Verlag bringt eine Reihe raus "100 Seiten". Dort fand ich auch ein Buch über Susan Sontag, das ich las. Im Kampa Verlag erschien ein Buch mit Interviews, die im Rolling Stone Magazin erschienen sind. Auch das las ich. Susan Sontag fasziniert mich irgendwie. Leider lebt sie nicht mehr. Sie kam 15 Tage vor mir auf die Welt und ein paar Jahre früher. Sie verstarb 2004 in Manhattan. Das Buch über ihr Leben kann ich nur empfehlen. Wer war sie? Sie war ganz viel. Schriftstellerin, Photografin, Regisseurin, Kulturkritikerin und soviel mehr. Sie schrieb Essays, Drehbücher und Romane. Und Tagebücher ihr ganzes Leben lang. Obwohl sie zwei mal verheiratet war, einen Sohn hat, David Rief, liebte sie auch Frauen, ohne sich zu outen. Sie war in der ganzen Welt unterwegs, lebte in den USA, England und Frankreich. Sie war streitbar und sorgte oft für Kontroversen. Zu ihren Lebzeiten mischte sie sich oft ein, das ich gerne wissen möchte, was sie über das heutige Amerika und Trump sagen würde. Auf seiner Seite würde sie garantiert nicht stehen.
Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis als beste Biografie
Susan Sontags glamouröse Erscheinung ist so legendär wie ihr schneidender Verstand. Das Themenspektrum, das sie in ihrem beeindruckenden literarischen Werk bearbeitete, reicht von postabstrakter Malerei über Pornografie und Existenzialismus bis hin zu Krebs und Kriegsfotografie. Für seine monumentale Biografie dieser Literaturikone des 20. Jahrhunderts konnte Benjamin Moser zahlreiche private Aufzeichnungen auswerten und erstmals Lebensgefährten wie Annie Leibovitz befragen. Sein tiefgründiges, intimes Porträt vermisst das Leben und den geistigen Kosmos dieser Maßstäbe setzenden Intellektuellen.
Mit 32-seitigem Bildteil.
Benjamin Moser, geboren 1976 in Houston, Texas, lebt in den Niederlanden, wo er an der Universität Utrecht promovierte. Er verfasst regelmäßig Beiträge für Harper’s Magazine und The New York Review of Books und ist als Biograph von Clarice Lispector außerdem Herausgeber ihrer Werkausgabe in neuer Übersetzung bei dem amerikanischen Verlag New Directions. Zuletzt erschien von ihm die autorisierte Biographie der amerikanischen Philosophin und Publizistin Susan Sontag, für die er den Pulitzer-Preis für die beste Biographie gewann.

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