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Samstag, 13. Juni 2026

Fleur Jaeggy - Die letzen Tage von Ingeborg

Als ich von diesem Buch erfuhr, über die letzten Tage von Ingeborg Bachmann war ich neugierig. Auf den Inhalt vor allem. Als ich dann las, das Buch hat 44 Seiten und kostet 16 Euro, bekam ich viele Fragezeichen. Kam mir reichlich viel vor. Ich sprach mit einigen Angestellten in verschiedenen Buchhandlungen über dieses Buch. Der Preis spielt keine Rolle so ihr Argument, der Verlag hat die und die Kosten. Aber war es das wert für mich?? Heute hatte ich die Gelegenheit in einer Filiale mir das Buch anzuschauen. Ein schmales Bändchen muss ich leider sagen. Nix mit Buch. 44 Seiten, es fängt auf Seite 9 an, wie ich feststellte. Machte gleich in meinem Kopf dann sind es ja nur 35 Seiten. Ich setzte mich in einen der Sessel und las rein. Stellte fest, das viele Seiten gar nicht ganz voll waren mit Text. Nur zur Hälfte oder manchmal nur ein Viertel waren beschrieben. Wie viele Seiten sind es am Ende wirklich?? Höchstens 30 möglicherweise. Der Text an sich macht mich neugierig, es zu lelsen. Aber wie gesagt 16 Euro?? Nein, ist mir nicht wert. Ich schaue hier nicht auf die Kosten und Ausgaben vom Verlag, diese Argumente kann ich nach voll ziehen und verstehen. Es geht um um das was ich bereit bin auszugeben. Klar kann ich 16 Euro für ein Buch durchaus ausgeben, auch 20 Euro. Aber dann möchte ich doch schon mehr Inhalt haben als ca. 30 - 35 Seiten. Und so stellte ich es am Ende wieder ins Regal.




Fleur Jaeggy erinnert sich an Ingeborg Bachmann, ihre Weggefährtin, langjährige Freundin, an das viele, viel zu wenige gemeinsame Leben, an lichte, unbeschwerte Nähe und an das schwere Ende Ingeborgs. Und Fleur Jaeggy breitet diese Erinnerungen so aus, wie nur sie es kann, schonungslos anschaulich, in zärtlicher Lakonie.

Im Sommer 1971 fahren die beiden in einem roten Alfa Romeo von Rom aus an die toskanische Küste. Der Plan ist einfach: einen Monat zusammen verbringen, keine Briefe, keine Anrufe, Meer, Sonne. Sie gehen täglich schwimmen, reden bis tief in die Nacht. Italo Calvino kommt zu Besuch, Uwe Johnson schaut vorbei, aber eigentlich sind sie so innig, dass sie niemanden sonst sehen wollen. Nur knapp zwei Jahre später stirbt Ingeborg Bachmann und Fleur Jaeggy bleibt in tiefer Trauer zurück.
Über fünfzig Jahre nach dem viel zu frühen Tod Ingeborg Bachmanns schreibt Fleur Jaeggy dieses sehr private Buch.
Die letzten Tage von Ingeborg ist eine Hommage in drei Akten: Es sind Erinnerungen an sonderbar mäandernde Gespräche, Leberwurstessen, Reisen nach Klagenfurt und Wien; es sind Reflexionen über das Altern; vor allem aber ist es das schmerzhafte Protokoll der letzten Tage von Ingeborg Bachmanns Leben im Zentrum für Brandverletzte Sant’Eugenio in Rom. Fleur Jaeggy war bis zuletzt an ihrer Seite.




Fleur Jaeggy ist eine schweizerische und italienischsprachige Autorin, Ex-Model, Intellektuelle, Mystikerin, inzwischen etwas über 80 Jahre alt, ehemals enge Vertraute Ingeborg Bachmanns, Witwe des Adelphi-Verlegers Roberto Calasso, heute lebt sie weitgehend zurückgezogen in Mailand. Ihr weltweit gefeiertes Werk umfasst Romane, Erzählungen und Geschichten – beginnend mit Ich bin der Bruder von XX, wird es fortan vollständig im Suhrkamp Verlag erscheinen.

Barbara Schaden studierte Romanistik und Turkologie in Wien und München, arbeitete anschließend als Verlagslektorin und ist seit 1992 freiberufliche Übersetzerin aus dem Englischen, Französischen und Italienischen. Sie hat u.a. Werke von Kazuo Ishiguro, Fleur Jaeggy, Nadine Gordimer und Elena Ferrante übertragen und ist dafür vielfach ausgezeichnet worden. Barbara Schaden lebt in München.

Montag, 15. April 2024

High Voltage Frühjahrs Lese-Tage mit Friedrich Ani

Alexa, die rasende Bloggerin, berichtet :)

Heute am vorletzten Tag geht es zur Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg im Warburg-.Haus. Tabor Süden habe ich vor ein paar Jahren durch diverse Radio-Hörspiele kennengelernt. Und vor ein paar Tagen habe ich sie mir wieder angehört. Es gab auch mal die Verfilmung eines seiner Krimis im Fernsehen "Tabor Süden und die Luftgitarre", wenn ich mich nicht irre.

Es war ein toller Abend! Volles Haus sozusagen, ein Publikum, das seinen Spaß hatte. Auch der Moderator und Friedrich Ani waren gut drauf. 

Als ich gegen 19.00 Uhr ankam, stiegen die beiden gerade aus einem Taxi. Am Eingang befand sich der Büchertisch, so das ich das entsprechende Buch gleich mitnahm. Einen guten Platz habe ich gefunden. 2. Reihe. Ich war, meine ich, noch nie in der Warburg Bibliothek. Wow! Was für ein Raum. :) Und das Dach ist eine Kuppel! Kurz nach 19.30 Uhr ging es los mit den Begrüßungen und dem Gespräch zwischen Moderator und Friedrich Ani, der uns erzählt hat, das er die Nordsee mag und die Berge nicht so  *`lach*. Das Publikum war dabei und konnte oft bei den Erzählungen von Herrn Ani lachen. 2 lange Abschnitte hatte er vorgelesen, plus einen kurzen Dialog Z/wischen Tabor Süden und der Kommissarin in einer Kneipe. Wer das Buch, wie ich, bis dato noch nicht gelesen hat, der wird es sicherlich schnellstmöglich nachholen. Am Schluss erzählte Friedrich Ani, das er möglicherweise Hörspiele fürs Radio mit Tabor Süden schreibt. Der SWR ist interessiert. Und ich auch :)




Lichtjahre im Dunkel: Roman | Ein Wiedersehen mit Tabor Süden und Fariza Nasri
Ein verschwundener Ladenbesitzer, der noch große Pläne hatte. Seine Frau, die sich am Ende ihrer Träume wähnt. Ein ehemaliger Umzugsunternehmer mit Schuldkomplex. Ein geheimnisvoller Besucher aus der Berliner Halbwelt. Ihre Schicksalslinien treffen in München aufeinander, wodurch das Leben aller Beteiligten aus den Fugen gerät.

Leo Ahorn ist verschwunden. Dabei hatte er die letzten Wochen hauptsächlich damit zugebracht, Geld für den Umbau seines Schreibwarenladens aufzutreiben. Da seine Frau die Polizei scheut, heuert sie Privatdetektiv Tabor Süden an, um Leo zu finden. Allerdings weiß sie gar nicht so genau, ob sie ihn wirklich wiederhaben will. Im Blauen Eck, Leos Stammkneipe, stößt Süden auf eine illustre Schar von Leos Bekannten und bekommt beklemmende Einblicke in dessen Leben. Dann wird in der Nähe ein Toter aufgefunden, und die Ereignisse erscheinen plötzlich in einem völlig neuen Licht. Oberkommissarin Fariza Nasri nimmt mit ihrem Team die Ermittlungen auf, während Tabor Süden auf magische Weise im Hintergrund die Fäden zieht …


#FriedichAni #TaborSüden #LiteraturhausHamburg #StromnetzHamburg #Frühjahrslesetage #München 

Montag, 20. März 2023

Kerri Maher - Die Buchhändlerin von Paris

 Die Buchhändlerin von Paris: Roman | Die berühmteste Buchhandlung Frankreichs, das »gefährlichste Buch des Jahrhunderts« und eine Liebe im Paris der 1920er



Eine Buchhandlung mitten in Paris. Für die junge Amerikanerin Sylvia Beach ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Dass sie mit »Shakespeare & Company« in die Geschichte der Weltliteratur eingehen wird, ahnt sie bei der Eröffnung 1919 nicht. Schon bald wird »Shakespeare & Company« zum literarischen Treffpunkt in Paris: Hemingway, Gide, Valéry und Gertrude Stein gehen hier ein und aus – und nicht zuletzt aber James Joyce. Als nach Abdruck einzelner Episoden die vollständige Publikation seines umstrittenen Romans Ulysses verboten wird, ist es die unerschrockene Sylvia Beach, die ihn gegen alle Widerstände veröffentlicht – und damit ihre ganze Existenz aufs Spiel setzt.



Doch in der gleichgesinnten französischen Buchhändlerin Adrienne Monnier findet Sylvia Beach nicht nur eine wagemutige Mitstreiterin, sondern auch die Liebe ihres Lebens.



Ein Roman über zwei starke Frauen, das »gefährlichste Buch des Jahrhunderts« und eine Liebe im Paris der zwanziger Jahre.



Vor einiger Zeit stolperte ich über das Buch von Sylvia Beach „Shakespeare and Company“, das erstmals in den 60er Jahren im Suhrkamp Verlag erschienen ist und letztmals 2014 neu aufgelegt wurde. Das Buch ist ein persönlicher Bericht von Sylvia Beach, der Inhaberin und Gründerin der Buchhandlung „Shakespeare und Company.

Von daher musste ich einfach zugreifen, als letztes Jahr dieses Buch von Kerri Maher erschienen ist. Diese Tage habe ich es endlich gelesen. Ein fiktiver Roman über Sylvia Beach und ihrem Buchladen in Paris. Ein Buchladen mit englischer Literatur für Amerikaner, die in Paris leben. Nicht nur Amerikaner betreten ihre Buchhandlung, auch viele Franzosen. Viele damalige Literaten, wie James Joyce, Hemmingway und Gertrude Stein. Bekannte und unbekannte Literaten, die durch ihre Besuche zum Zentrum der englischsprachigen Literatur in Europa.

Auch ihr Privatleben kommt nicht zu kurz. Ihr Verhältnis zu den Eltern und Geschwistern, die in den USA lebten. Mit Adrienne Monnier führte sie eine lesbische Beziehung, über die ihre Freunde nie sprachen. Das wünsche ich mir auch für heute. Das so etwas einfach akzeptiert wird ohne das groß darüber gesprochen wird.

Dieses Buch hat mich so in den Bann gezogen, das ich es innerhalb von wenigen Tagen gelesen habe. Beim Lesen hatte ich öfters den Wunsch, diese Buchhandlung zu betreten und den Literaten wie Andre Gide, James Joyce zu lauschen.

Interessant ist auch das Nachwort, in dem man einiges über die Entstehung des Buches erfährt. Und vieles über die damalige Zeit (1920 – 1936) erfährt man einfach so nebenbei :)



Über den Autor und weitere Mitwirkende

Kerri Maher studierte an der Columbia University und gründete die preisgekrönte Literaturzeitschrift YARN. Sie war viele Jahre Professorin für Creative Writing. Heute lebt sie mit Tochter und Hund in einem grünen Vorort westlich von Boston und widmet sich ganz der Schriftstellerei.



Claudia Feldmann, geboren 1966, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und übersetzt seit über zwanzig Jahren aus dem Englischen und Französischen. Unter anderem hat sie Eoin Colfer, Morgan Callan Rogers und Graeme Macrae Burnet ins Deutsche übertragen.



Weitere Bücher der Autorin:

Grace. Das Mädchen mit den weißen Handschuhen (2020)


weitere Bücher, in denen „Shakespeare and Company“ eine Rolle spielt:

Sylvia Beach – Shakespeare and Company Ein Buchladen in Paris (2014)

Tabea König – Die Verlegerin von Paris (2022)

Veneda Mühlenbrink - Odenoia, Paris

Veronika Peters - Das Herz von Paris

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Meine Buchladen-Expedition 2. Teil

Am Freitag nachmittag bin ich wieder los. Mit der U-Bahn zur Feldstrasse und von dort zur Sternstrasse. Was gar nicht so einfach ist, denn e...