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Freitag, 20. Februar 2026

Die Buchhandlung der Exilanten: Paris 1940 - Zuflucht und Widerstand

Es ist nicht das erste Buch über "Shakespeare and Company". Und hoffentlich nicht das letzte. Die englische Buchhandlung in Paris. Jetzt gibt es ein weiteres über sie. Ein Sachbuch, geschrieben von Uwe Neumahr. 1940 Frankreich ist besetzt. Über diese Zeit berichtet Uwe Neumahr.


Zwei Buchhändlerinnen im besetzten Paris: Eine Geschichte von Liebe und Literatur


Sie sind literarische Legenden. Adrienne Monnier und Sylvia Beach haben mit ihren benachbarten Buchhandlungen über Jahrzehnte das literarische Paris geprägt. Doch 1940, mit der deutschen Besatzung, ändert sich auch für sie alles. Aus der literarischen Oase im Herzen der Stadt wird ein Zufluchtsort für deutsch-jüdische Exilanten und ein Ort des Widerstands. Uwe Neumahr erzählt in seinem bewegenden Buch die Geschichte dieses großen Paares und ihrer Freunde.

In den wilden Zwanzigerjahren sind "Shakespeare and Company" und "Das Haus der Bücherfreunde", die Buchhandlungen von Sylvia Beach und Adrienne Monnier, Anlaufstellen für Schriftsteller, Intellektuelle und Künstler. Hier trifft sich die Avantgarde, von James Joyce und Ernest Hemingway über Pablo Picasso bis zu Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Mit dem Einfall der Deutschen in Frankreich im Mai 1940 aber gerät auch die Literatur in Gefahr. Zu den Besatzern gehört Ernst Jünger, während die amerikanisch-jüdische Schriftstellerin Gertrude Stein sich dem neuen Regime in Vichy anschmiegt. Adrienne Monnier und Sylvia Beach setzen alles daran, ihre Freunde Walter Benjamin, Gisèle Freund, Siegfried Kracauer und manche andere zu retten. Bis Sylvia Beach selbst von der Gestapo abgeholt und in ein Internierungslager gebracht wird. Auf der Grundlage von Archivstudien schildert Uwe Neumahr erstmals dieses dramatische Kapitel aus dem besetzten Paris. Es ist eine Geschichte von großer Literatur und ihrer Entstehung, von Verfolgung, Gewalt und Menschlichkeit und von der Liebe zweier ganz und gar ungewöhnlicher Frauen.


weitere Bücher, in denen „Shakespeare and Company“ eine Rolle spielt:

Sylvia Beach – Shakespeare and Company Ein Buchladen in Paris (2014)

Tabea König – Die Verlegerin von Paris (2022)

Veneda Mühlenbrink - Odenoia, Paris

Veronika Peters - Das Herz von Paris

Kerry Maher - Die Buchhändlerin von Paris

Adrienne Monnier - Aufzeichnugen aus der Rue de L`Odeon 

#SylviaBeach #KerriMaher #Shakespeare #ShakespeareandCompany #Frankreich #Paris #Buchhandlung #Literatur #lesen #Bücher 

Montag, 16. Februar 2026

Liz Moore - Der andere Arthur

Ein etwas anderes Buch für mich. Gesehen im Internet habe ich es öfters. Am Freitag wurde es Bücher Podcast eat read sleep in der #bestsellerchallenge gezogen. Und für mich ein Grund mit zu lesen. 

Stiller Roman über Einsamkeit und verpasste Chancen

Eine schöne Geschichte. Bereits 2012 in Amerika  erschienen und 2025 auf deutsch. Von meinem Gefühl müsste sie "Der andere Kel" heissen, da für mich Kels Geschichte, im Fokus liegt. Da er aber eigentlich auch Arthur heisst, passt der Titel  irgendwie doch. Der eine, ehemaliger Literaturprofessor, der andere, ein Highschool Schüler aus Yonkers. Anhand der Inhaltsangabe habe ich erwartet, das beide Arthurs sich treffen und der ältere dem jüngeren bei seinen Schulproblemen hilft um so Wege aus ihrer Einsamkeit finden. Dem ist aber nicht so. Und es kommt ganz anders als ich dachte. Ob es zurecht auf der Bestsellerliste steht, vermag ich nicht zu beurteilen. Für mich ist es eine gute Geschichte. Ich hab den Kauf nicht bereut. 



Wie in der Fürsorge für andere die eigene Rettung liegen kann

Arthur Opp, ehemaliger Literaturprofessor, wiegt 250 Kilo und hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der junge Kel um seinen Schulabschluss und die Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und die doch etwas Entscheidendes verbindet. «Der andere Arthur» ist ein Roman über zerbrochene Lebensentwürfe, echte Freundschaften und unerwartete Neuanfänge, in dem Liz Moore zwei Außenseiter zu Helden einer tief berührenden Geschichte macht.

Arthur Opp, einst Literaturprofessor, hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen und wiegt mittlerweile 250 Kilo. Die wenigen Schritte zur Haustür, um Lieferungen entgegenzunehmen, sind seine tägliche Herausforderung. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der 17-jährige Kel um seinen Schulabschluss und die Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Doch während er um seine Zukunft ringt, hält ihn die Sorge um seine kranke Mutter in Atem. Arthur und Kel sind zwei Menschen, die auf unterschiedliche Weise erfahren haben, wie sich Einsamkeit in ein Leben einschreiben kann. Als sich Kels Mutter, einst Arthurs Studentin, nach Jahren der Funkstille mit einem verzweifelten Hilferuf an Arthur wendet, nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die alte Wunden aufreißt, aber auch neue Wege freilegt und eindrücklich zeigt, wie in der Fürsorge für andere die eigene Rettung liegen kann.

Samstag, 13. April 2024

High Voltage Frühjahrs Lesetage mit Uwe Wittstock

Alexa, die rasende Bloggerin war heute wieder auf einer Lesung. Das Literaturhaus Hamburg veranstaltete zusammen mit dem Stromnetz Hamburg in diesen Tagen die "High Voltage" Frühjahrs-Lesetage. Endspurt an diesem Wochenende. Ich bin zum ersten Male dabei. Ort der Veranstaltung war am Klosterwall die Fabrik der Künste. Gut zu erreichen vom Hauptbahnhof. Ich war zwar früh da aber viele waren früher da als ich. :) Ich konnte einen Platz in der ersten Reihe ergattern. Anschließend kaufte ich das Buch "Marseille 1940" um das es heute ging. Es ging pünktlich um 19.30 Uhr los mit 2 Reden einer Dame vom Stromnetz Hamburg und Professor Rainer Moritz vom Literaturhaus. Moderiert wurde das ganze von Alexander Solloch. (Mitarbeiter beim NDR) Uwe Wittstock las ca 4 - 5 Abschnitte aus seinem neuen Buch. 

Es war ein unterhaltsamer, lehrreicher und spannender Abend für mich. Irgendwie auch eine Art von Geschichtsunterricht. Zu den Erzählungen gab es auch viele Bilder zum Sehen, z. B von Internierungslagern. Da möchte niemand von uns sein. Von Varian Fry und seinen Mitstreitern hatte ich bis dato nichts gewusst. Das hat sich jetzt geändert. Während der Veranstaltung und am Ende gab es viel Applaus vom Publikum. Anschließend habe mich mir das Buch signieren lassen. Am Montag gehen die Lesetage zu Ende mit dem aus München kommenden Krimi Autor "Friedrich Ani". Auch die werde ich mir anschauen.


AUF DER FLUCHT VOR HITLER: ALS DIE SCHRIFTSTELLER EUROPA VERLIEßEN



Juni 1940: Hitlers Wehrmacht hat Frankreich besiegt. Die Gestapo fahndet nach Heinrich Mann und Franz Werfel, nach Hannah Arendt, Lion Feuchtwanger und unzähligen anderen, die seit 1933 in Frankreich Asyl gefunden haben. Derweil kommt der Amerikaner Varian Fry nach Marseille, um so viele von ihnen wie möglich zu retten. Uwe Wittstock erzählt die aufwühlende Geschichte ihrer Flucht unter tödlichen Gefahren.

Es ist das dramatischste Jahr der deutschen Literaturgeschichte. In Nizza lauscht Heinrich Mann bei Bombenalarm den Nachrichten von Radio London. Anna Seghers flieht mit ihren Kindern zu Fuß aus Paris. Lion Feuchtwanger sitzt in einem französischen Internierungslager gefangen, während die SS-Einheiten näherrücken. Sie alle geraten schließlich nach Marseille, um von dort einen Weg in die Freiheit zu suchen. Hier übergibt Walter Benjamin seinen letzten Essay an Hannah Arendt, bevor er zur Flucht über die Pyrenäen aufbricht. Hier kreuzen sich die Wege zahlreicher deutscher und österreichischer Schriftsteller, Intellektueller, Künstler. Und hier riskieren Varian Fry und seine Mitstreiter Leib und Leben, um die Verfolgten außer Landes zu schmuggeln. Szenisch dicht und feinfühlig erzählt Uwe Wittstock von unfassbarem Mut und größter Verzweiflung, von trotziger Hoffnung und Mitmenschlichkeit in düsterer Zeit.

"Lieber Feuchtwanger, wir brauchen Mut heute. Wie viel Prozent Hoffnung geben Sie uns?" "Wie viel Hoffnung? Fünf Prozent."

  • Über die Flucht von Heinrich Mann, Anna Seghers, Franz Werfel, Hannah Arendt, Lion Feuchtwanger, Walter Benjamin und vielen anderen
  • Eine szenisch dichte Chronik von Mut, Verzweiflung und Mitmenschlichkeit
  • Marseille 1940: Wo sich die Wege zahlreicher Schriftsteller und Intellektueller kreuzten


Uwe Wittstock ist Schriftsteller und Journalist und war bis 2018 Redakteur des Focus. Zuvor hat er als Literaturredakteur für die FAZ, als Lektor bei S. Fischer und als stellvertretender Feuilletonchef und Kulturkorrespondent für die Welt gearbeitet. Er wurde mit dem Theodor-Wolff-Preis für Journalismus ausgezeichnet. Bei C.H.Beck ist sein Bestseller "Februar 33. Der Winter der Literatur" (6. Auflage 2021) erschienen, der in neun Sprachen übersetzt wurde.


weiteres Buch:
Feb 33 (2022)

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Jacob Ash von Arthur Lyons

Meine 10 Lieblings-Privatdetektive, die ich Euch gerne einzeln vorstellen möchte :) Jacob Ash Arthur Lyons1946 in Los Angeles geboren. 2008 ...