Samstag, 26. September 2026

Heinz Rein - Finale Berlin

Erschien erstmals 1947, 1980 ein weiteres mal bei der Büchergilde Gutenberg und schließlich 2015 bei Schöffling + Co. 2017 als Taschenbuch bei Ullstein. Hatte gestern in sozialen Medien gelesen, das es Menschen gibt, die keine dicken Bücher lesen wollen!! Die sind hier genau falsch!!! :)   Über 700 Seiten hat diese Geschichte. Ist schon etwas länger her, das ich sie gelesen habe. Man könnte Sie mit dem neuesten Buch von Anne Stern vergleichen, die ja auch kurz nach dem 2. Weltkrieg spielt. Nur eben heute geschrieben. Siehe hier mein Beitrag Heinz Rein hat es damals geschrieben. Mir fiel dieses Buch wieder ein, als ich von Sebastian Haffner erfahren habe, Im Oktober erscheint "Die Tochter" und beide Bücher wie auch "Abschied" von Sebastian Haffner sind damals geschrieben worden. Sozusagen Gegenwartsromane. Die von Herrn Haffner sind posthum erschienen. 



1947 erschienen

April 1945, die letzten Tage der Reichshauptstadt Berlin: Während die Bomben fallen, verteidigt das letzte militärische Aufgebot die Nazi-Herrschaft. In den Flüchtlingskolonnen und unter den sich auflösenden deutschen Heereseinheiten fahnden Sicherheitsdienst und Gestapo immer noch nach Juden, Oppositionellen und Deserteuren. Das Misstrauen der Menschen untereinander ist groß: Jeder könnte ein Verräter sein. Inmitten des Chaos sucht der junge Soldat Joachim Lassehn verzweifelt ein Versteck. Friedrich Wiegand, ein im KZ gefolterter Gewerkschafter, versucht durch Sabotageakte das Kriegsende zu beschleunigen. Der Arzt Walter Böttcher hilft Untergetauchten, in der Illegalität zu überleben. Und die Kneipe von Oskar Klose ist der konspirative Treffpunkt einer kleinen Widerstandsgruppe, der die SS auf der Spur ist. In seinem großen Roman FINALE BERLIN, einem der ersten Bestseller der Nachkriegszeit, verfolgt Heinz Rein das packende Schicksal einer kleinen Widerstandsgruppe und lässt den Leser die Atmosphäre im untergehenden Nazi-Reich miterleben.


Heinz Rein, 1906 in Berlin geboren, arbeitete in den 1920er Jahren als Bankangestellter und Sportjournalist. 1933 wurde der politisch links engagierte Autor arbeitslos, die nationalsozialistischen Machthaber erlegten ihm ein Schreibverbot auf, Rein befand sich zeitweise in Gestapohaft. Nach 1945 war er Literaturreferent in der deutschen Verwaltung der sowjetischen Besatzungszone. Später lebte er als freier Schriftsteller in der DDR. Nach dem Bruch mit der SED in den frühen fünfziger Jahren zog er nach Baden-Baden, wo er 1991 starb.

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