Heute geht es zur Lesung mit Robert Brack. Wir haben uns bereits zwei mal gesehen :) Einmal bei seiner Lesung mit der "Brandnacht" (ca 2001) und dann ein paar Jahre später saß er neben mir im Birdland. Beide waren wir zur Vorstellung eines Sachbuches über Ed McBain und das 87. Polizeirevier. Heute Abend nun das dritte Mal. Ich freue mich :)
Es war ein sehr schöner Abend, eine gelungene Lesung. Robert Brack hat das eindrucksvoll gemacht. Begleitet von Jazzmusik von Jutta Hipp, las und erzählte er aus und über sein Buch, wie es entstanden ist, über Jutta Hipp, die in den USA lebte und dort starb. Ich hab ihm unser gemeinsames Foto gezeigt (aus dem Birdland) und er erinnerte sich an diesen Abend. :) Ich werde mir über Spotify einiges von Jutta Hipp raus suchen und anhören. Passend, wenn ich sein neuestes Buch lese. Sein Vortrag hat mir auf jeden Fall Lust gemacht, das Buch zu lesen. Die Buchhandlung war bis zum letzten Platz gefüllt.
St. Pauli 1951: Jazzpianistin Martha Kiesler, einst das Idol der von den Nazis verfemten Swing-Jugend, kommt in ihre alte Heimat zurück. Ihre Karriere in New York ist nicht so verlaufen, wie sie es sich erträumt hatte. Aber in der vom Krieg gezeichneten Stadt Fuß zu fassen ist schwer, jeder kämpft ums nackte Überleben, und die Nazis sind längst nicht verschwunden. Zunächst schlägt sie sich als Pianistin in einer Hotelbar durch. Als sie einen alten Freund wiedertrifft, der einen Jazzklub eröffnen will, schöpft sie Hoffnung, und in dem geheimnisvollen GI Paul meint sie, ihren Traum-Bassisten gefunden zu haben. Doch er verkehrt mit zwielichtigen Gestalten und muss immer wieder seinen Bass verpfänden. Zum Glück lernt sie auch die patente Blondie kennen, angehende Modedesignerin und unerwarteter weiblicher Beistand. Aber auch Grundstücksspekulanten, Drogenhändler und Rotlicht-Gangster kommen ihr in die Quere, alte Widersacher tauchen auf. Und die Erinnerung an einen mysteriösen Todesfall …
Robert Brack (*1959), Autor und Übersetzer, lebt in Hamburg. Er wurde mit dem »Marlowe« der Raymond-Chandler-Gesellschaft und dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. In der Edition Nautilus erschienen u.a. »Und das Meer gab seine Toten wieder« (2008), »Blutsonntag« (2010) und »Schwarzer Oktober« (2023). Robert Brack übersetzt u.a. die Kriminalromane von Declan Burke und Jake Lamar aus dem Englischen.




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